Die Revolution für Schweißkonstruktionen: HiFIT-Schweißnaht-Nachbehandlung

Das HiFIT-Verfahren – High Frequency Impact Treatment – ist ein höherfrequentes Hämmerverfahren, das durch gezielte Nachbehandlung der Schweißnahtübergänge die Betriebsfestigkeit und Lebensdauer dynamisch belasteter, geschweißter Stahlkonstruktionen erheblich steigert. Das HiFIT-Verfahren ist universell einsetzbar und erfordert nur einen geringen gerätetechnischen Aufwand. Dennoch bringt HiFIT in hohem Maße reproduzierbare Ergebnisse und bietet die Möglichkeit zur Qualitätsüberwachung. Im BMBF geförderten Verbundprojekt wurde das HiFIT-Verfahren in umfangreichen Ermüdungsversuchen untersucht und hat sich als besonders effizient erwiesen.

Das HiFIT-Gerät wurde von DYNATEC Gesellschaft für CAE Und Dynamik mbH entwickelt.

HiFIT gehört zu den Hämmerverfahren, die auch "Hochfrequenzhämmern", "höherfrequentes Hämmern" (abgekürzt auch HFH) oder im englischen auch "peening" genannt werden. In der Fachliteratur hat sich mittlerweile die Bezeichnung HFMI (high frequent mechanical impact) durchgesetzt.

Aktuelles

lesen sie den Bericht zu den neuen Richtlinien des IIW

Weiterlesen

Anfang Oktober 2016 erschien die offizielle Richtlinie für höherfrequent gehämmerter Schweißverbindungen im Springerverlag.

Als gedrucktes Buch und...

Weiterlesen

 

Die Vorteile der HiFIT-Schweißnaht-Nachbehandlung sind beeindruckend und führen zu einer enormen Steigerung der Wirtschaftlichkeit Ihrer Schweißkonstruktionen:

80 bis 100 Prozent Steigerung der Schweißnaht-Ermüdungsfestigkeit

  • Durch lokale Umformungen wird der Nahtübergang plastisch verformt und verfestigt.
  • Druckeigenspannungen verhindern die Rissbildung und den Rissfortschritt an der Oberfläche.

5- bis 15-fache Erhöhung der Schweißnaht-Lebensdauer

  • Über 1000 Versuche haben belegt, dass die Lebensdauer um ein Mehrfaches gesteigert wird.

Anwendung auch für bestehende Konstruktionen mit gleicher Wirkung

  • Bei rechtzeitiger Sanierung bestehender Konstruktionen besteht nahezu kein Unterschied zur Lebensdauer neuer behandelter Schweißnähte. Hieraus ergibt sich das Potenzial, bestehende Konstruktionen weit über die bisherige Lebensdauer zu nutzen.
  • Sofern keine makroskopisch erkennbaren Risse vorhanden sind, ist HiFIT ein sehr gut geeignetes Sanierungswerkzeug.

Einsatz höherwertiger Stähle werden durch HiFIT wirtschaftlich sinnvoll

  • Umfangreiche theoretische und experimentelle Untersuchungen an Kerbdetails und FEM-gestütze Bemessungsverfahren zeigen die hohe Effizienz bei herkömmlichem S355J2 und Feinkornstählen wie S460N, S690QL und noch höherfesten Stählen.
  • Hochfeste Stähle lassen sich besonders effektiv bearbeiten. Damit wird ihr Einsatz für gewichtsoptimierte Konstruktionen interessant. Höhere Stahlfestigkeiten steigern die Wirksamkeit der HiFIT-Behandlung.

Einfachste Handhabung

  • Mit mobilen Druckluftkompressoren ist ein Einsatz auch außerhalb von Fertigungsstätten leicht durchzuführen. Es wird keine zusätzliche Stromquelle benötigt.
  • Die kompakte Bauweise und das geringe Gewicht ermöglichen den Zugang an schwer erreichbaren Stellen. Der Platzbedarf ist nur unwesentlich größer als der eines Schweißbrenners.
  • Robuste LED-Leuchten in der Spitze des Gerätes sorgen für optimales Licht auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen.

Prozesssicherheit

  • Durch Sichtkontrolle kann der behandelte Bereich überprüft werden. Die Behandlungsspur wird mit einer speziellen Schablone vermessen.
  • Eine digitale Anzeige des Arbeitsdrucks ermöglicht dem Anwender jederzeit die Kontrolle über den Versorgungsdruck.